Wertschätzung von Biodiversität

Zur Modernisierung der Wirtschaftsberichterstattung in Deutschland

Keine Bilanzen mehr ohne die Natur

Intakte Ökosysteme – wie saubere, artenreiche Flüsse oder naturnahe Wälder – sind in Deutschland zwar Gegenstand der Umweltberichterstattung, aber in den volks- und betriebswirtschaftlichen Informationsgrundlagen spielen sie erstaunlicherweise kaum eine Rolle.

Damit werden einerseits die vielfältigen Beiträge von Ökosystemen für das gesellschaftliche Wohlergehen und auch den Wohlstand unterschätzt, andererseits die Biodiversität als Grundlage von nachhaltigen Leistungen der Natur systematisch vergessen.  

Im Projekt Bio-Mo-D erforschen wir, wie die unternehmerische und nationale Wirtschaftsberichterstattung so erweitert werden kann, dass Ökosystemleistungen und Indikatoren für Biodiversität darin berücksichtigt werden. Ziel ist es, Führungskräften aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft Informationen an die Hand zu geben, um ökologisch nachhaltige Entscheidungen treffen zu können - und damit Natur und Artenvielfalt eine höhere Wertschätzung entgegenzubringen.

Das Projekt wird im Rahmen der Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt (FEdA) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. 

Aktuelles

Biodiversität und Ökosystemleistungen in Entscheidungsfindungen einbeziehen
Auftaktveranstaltung zur Etablierung einer 'Community of Practice'

"Die Politik hat eine zentrale Verantwortung, für den Erhalt der Natur zu sorgen"
Umweltökonom und Bio-Mo-D-Forscher Bernd Hansjürgens im Interview mit GREEN.WORKS

VBA-Chef Christian Heller im Gespräch mit GIST Impact-Gründer Pavan Sukhdev
Videomitschnitt von der Konferenz "Sustainable Finance & Biodiversity" 2024 des Bundesumweltminsteriums (Start des Gesprächs ca. Min. 08:39, Ende ca. Min. 54:45)

Ökosystem-Accounting auf dem Weg zur umweltpolitischen Agenda
Bericht über die 3. Nationale Konferenz zu einer Weiterentwicklung der Wirtschaftsberichterstattung  (PDF)


  Timeline Ecosystem Accounting und Reporting